Vom Hundemenschen zum Autor: Wie aus einer Leidenschaft ein Buchprojekt wurde
Jede Buchreihe hat eine Geschichte davor. Bei DogsCreationLab war es kein großer Plan, sondern ein Alltag mit Hund, ein paar Notizzettel und die Frage: „Warum gibt es das eigentlich nicht schon als Buch?" Diese Frage ist der Anfang dieser Vorstellung – und der Anfang von etwas Größerem, zu dem wir dich am Ende einladen möchten.
Der Punkt, an dem alles begann
Wer heute die Bücher von DogsCreationLab in den Händen hält – ob den Ratgeber zur Hundepsychologie, das Arbeitsbuch für Welpenhalter oder eine der Beschäftigungsideen für Seniorhunde – sieht ein fertiges Produkt. Ein Cover, einen Titel, eine klare Struktur. Was man nicht sieht: den Weg davor.
Der begann nicht am Schreibtisch, sondern im Alltag mit Hund. Bestimmte Fragen kamen immer wieder – bei Spaziergängen, in Gesprächen mit anderen Hundehaltern, in eigenen Beobachtungen, die sich über Monate summierten. Es gab zwar Ratgeber zu einzelnen Themen, aber selten etwas, das wirklich alltagsnah war, ohne erhobenen Zeigefinger und ohne akademischen Ton. Genau diese Lücke wurde zum Ausgangspunkt.
Aus einzelnen Notizen wurde eine Gliederung. Aus der Gliederung wurde ein erstes Manuskript. Und aus diesem ersten Manuskript wurde der Mut, es tatsächlich zu veröffentlichen – nicht über einen klassischen Verlag, sondern im Self-Publishing. Das war der Moment, an dem aus einem „Hundemenschen mit einer Idee" ein Autor wurde.
Warum Self-Publishing – und warum ausgerechnet dieses Thema
Die Entscheidung für Self-Publishing war keine Notlösung, sondern eine bewusste Wahl. Wer ein Nischenthema wie Hundeverhalten, Welpenerziehung oder die Begleitung von Seniorhunden bearbeitet, braucht Geschwindigkeit und Nähe zur Zielgruppe. Man will schnell reagieren können, wenn Leserinnen und Leser Rückfragen haben, man will das Cover selbst mitgestalten, man will testen, was ankommt – und was nicht.
Genau das ermöglicht der Weg über Kindle Direct Publishing (KDP), ergänzt um Druckvarianten und den Verkauf über Etsy. Kein Verlag, der monatelang über ein Exposé entscheidet, sondern ein direkter Weg von der Idee zum fertigen Buch in den Händen einer echten Leserin oder eines echten Lesers.
Das Thema selbst – Bücher für Hundemenschen – ergab sich fast automatisch aus der eigenen Lebensrealität. Wer selbst mit einem Hund lebt, kennt die Phasen: die Unsicherheit beim ersten Welpen, die Herausforderungen beim Training an der Leine, die Sorge, wenn der Hund älter wird und sich verändert. Diese Phasen sind universell, auch wenn jeder Hund und jeder Mensch anders ist. Genau dort setzen die Bücher an: praxisnah, ehrlich, ohne falsche Versprechen.
Wie aus einem Buch eine kleine Reihe wurde
Das erste Buch war ein Test – im besten Sinne. Es sollte zeigen, ob es überhaupt eine Nachfrage gibt, ob der Ton stimmt, ob das Format funktioniert. Als die ersten Rückmeldungen kamen, wurde schnell klar: Es gibt nicht nur eine Frage, die Hundehalter beschäftigt, sondern mehrere – und jede davon konnte ein eigenes Buch werden.
So entstand nach und nach eine kleine Bibliothek: ein Ratgeber zur Hundepsychologie, ein Begleiter für die Welpenzeit, ein Arbeitsbuch zur Leinenführigkeit, Materialien zur Beschäftigung und Begleitung von Seniorhunden, bis hin zu einem Verhaltensbeobachtungsguide, mit dem Halter ihren eigenen Hund besser verstehen lernen. Jedes Buch für sich funktioniert eigenständig, zusammen ergeben sie aber ein Gesamtbild: Begleitung durch die verschiedenen Lebensabschnitte mit dem eigenen Hund.
Parallel dazu wuchs auch die technische Seite des Projekts – von der reinen Buchproduktion bis zu einer eigenen App, die digital genau das unterstützt, was die Bücher inhaltlich vermitteln. Aus Büchern wurde so ein kleines Ökosystem, das sich gegenseitig trägt.
Was Self-Publishing im Alltag wirklich bedeutet
Wer von außen auf eine funktionierende Buchreihe blickt, sieht oft nur das Ergebnis. Im Alltag bedeutet Self-Publishing aber vor allem eines: Man ist für alles verantwortlich. Für den Text, das Lektorat, das Cover, die Formatierung für KDP, die Beschreibung im Shop, die Preisgestaltung, das Marketing – und für die Entscheidung, wann ein Manuskript „fertig genug" ist, um es zu veröffentlichen.
Das ist anstrengend, aber auch der große Vorteil. Jede Entscheidung liegt in der eigenen Hand. Wenn ein Cover nicht funktioniert, kann es ausgetauscht werden. Wenn eine Beschreibung nicht konvertiert, wird sie überarbeitet. Wenn eine Buchidee nicht zieht, fließt die Energie in die nächste. Diese Beweglichkeit ist es, die viele Indie-Autorinnen und -Autoren am Self-Publishing schätzen – trotz allem Aufwand, der dahintersteckt.
Was ich rückblickend anders machen würde
Ehrlichkeit gehört zu dieser Vorstellung genauso wie die Erfolge. Rückblickend gibt es einiges, das ich heute anders angehen würde. Das erste Buch zum Beispiel war inhaltlich solide, aber die Beschreibung im Shop war viel zu technisch geschrieben – so, wie man ein Thema erklärt, wenn man selbst tief drinsteckt, nicht so, wie eine Leserin oder ein Leser es beim ersten Blick verstehen muss.
Auch beim Cover-Design habe ich am Anfang unterschätzt, wie sehr sich Erwartungen innerhalb einer Nische unterscheiden. Ein Cover, das mir persönlich gefällt, muss nicht automatisch zu dem passen, was Hundehalterinnen und Hundehalter in dem Moment suchen, in dem sie zwischen mehreren ähnlichen Titeln wählen.
Und schließlich: Ich habe am Anfang zu sehr versucht, alles gleichzeitig zu machen – schreiben, gestalten, vermarkten, die App entwickeln, den Alltag mit Hund und den eigentlichen Job nebenher stemmen. Erst mit der Zeit habe ich gelernt, Prioritäten zu setzen und Aufgaben bewusst zu verteilen.
Warum diese Vorstellung mehr als nur ein „Über uns" ist
Dieser Artikel ist der erste einer kleinen Serie hier im Blog von DogsCreationLab. In den nächsten Beiträgen geht es tiefer in die einzelnen Bausteine: Was KDP als Vertriebsweg konkret bedeutet, welche Rolle Etsy als zusätzlicher Kanal spielt, welche Herausforderungen im Alltag als Indie-Autor wirklich auftreten – und mit welchen Lösungen sich diese Herausforderungen angehen lassen.
Transparenz ist dabei kein Marketing-Trick, sondern die Grundlage für alles, was danach kommt.
Lust, dich vorzustellen?
Schreibst du selbst Bücher, veröffentlichst über KDP, BoD, Etsy oder einen anderen Self-Publishing-Weg – egal in welcher Nische? Dann freuen wir uns, dich in einer der nächsten Runden hier auf dem Blog vorzustellen: mit deiner Geschichte, deinen Erfahrungen und dem, was du anderen Autorinnen und Autoren mitgeben würdest.
Melde dich einfach über das Kontaktformular auf dogscreationlab.com – ein paar Sätze zu dir und deinen Büchern reichen für den Anfang.

Oliver
Oliver, Jahrgang 1977, ist seit vielen Jahren Teamleiter und Qualitätsmanager in großen, internationalen Konzernen. Privat lebt er auf einem Pferdehof in Bayern – mit den Boxern Elly und Gustav sowie den Pferden Funny und Tass. Seine Liebe zu Hunden hat er sich durch ein Studium der Tierpsychologie fest angeeignet; die täglichen Gassigänge sind für ihn Kopfausgang und Ideenschmiede. Nebenbei Autor der DogsCreationLab-Bücher und App-Entwickler von PawCare.
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